WOW…ein Ufo

Bild: WOW-Signal | Fotograf: Ricky Habibi

Los Santos | Blaine County. Merkwürdige Dinge passieren auf unserer Insel. Viele davon oft nicht rational erklärbar und wenn überhaupt auf Drogeneinnahme oder Stresssituation zurückzuführen. Doch auch abseits von halluzinogenen Erfahrungen gibt es Sonderbares.

Eine Gruppe enthusiastischer Ufo-Jäger trifft sich regelmäßig in Blaine County, um ihr sogenanntes „Ufo-Spotting“ zu betreiben. Das hat nun nichts mit anspucken zu tun, vielmehr legen sich die Alien-Fans in ihrem Camp auf die Lauer, um mit etwas Glück eine extraterrestrische Lebensform oder zumindest dessen Reisemobil zu entdecken. Systematisch wird in den Nächten der Himmel über der Senora-Wüste in Planquadrate eingeteilt, die dann mit möglichst vielen Augen sorgsam und akribisch auf kleinste Merkmale einer unmenschlichen Erscheinung abgesucht werden.

Doch die Angst der Camp-Bewohner ist groß, dass der erste Kontakt schon längst statt fand. Eine der Urängste der Ufo-Jäger ist es nämlich, dass nicht sie es sein werden, die den ersten Kontakt herstellen, sondern dass es die Armee ist, die den Besuchern aus fremden Welten als erstes gegenüber tritt. Dann, so betonen sie, wird es keine Willkommens-Party, einladend und freundlich, sondern eher eine Konfrontation mit Waffengewalt, welches Außerirdischen leicht für eine Kriegserklärung halten könnten.

Bild: Camp der UFO-Spotter | Fotograf: Ricky Habibi

Das Camp wurde mit viel Liebe zum Detail für den ersten Kontakt mit einem Lebewesen aus dem All gestaltet. Wie viel Farbe am Ende besorgt werden musste, können wir nicht sagen, nur insgeheim hoffen, dass es Mengenrabatt für so viel Anstrich gegeben hatte. Die Unterkünfte sind einfach gehalten, spartanisch eingerichtet und ein nicht unwichtiger Teil der gesamten Installation. Auch hier finden sich zahlreiche Willkommensgrüße und Symboliken aus der Wissenschaft und der Prä-Astronautik. Scheinbar wurde ein immenser Aufwand betrieben, um die Kontaktaufnahme so bunt und friedlich wie nur möglich zu gestalten.

Nicht jeder wird dadurch allerdings auch wirklich überzeugt. Kritiker halten das Ganze für ein pseudowissenschaftliches Teilgebiet der echten Suche nach außerirdischer Intelligenz, dass so gut wie nie Überschreitungen zu den etablierten wissenschaftlichen Studien vorweisen kann.

Trotzdem bedienen sich die Gründer der Kultstädte auch den verifizierten Quellen genau dieser anerkannten Wissenschaft. So findet sich auf dem kleinen Hügel neben allerlei sexuell anzüglicher Strichmännchen und Symbolen scheinbarer Mondphasen auch ein großes Artwork mit dem Begriff „6EQUJ5„, was einen Bezug zu dem tatsächlich gefundenen interstellaren Signal herstellt, welches das riesige Radioteleskop „Big Ear“ am 15.August 1977 in Ohio, USA eingefangen hatte.

Bild: Sonderbare Symbolik | Fotograf: Ricky Habibi

Das sogenannte „WOW-Signal“, benannt nach dem Geräusch, welches der Astrophysiker Jerry R. Ehrman am Seti-Institut ausstieß, als er es in einem Schmalband-Radiosignal fand, ist der bisher einzige mögliche Hinweis auf einen Absender in den weiten des Universums. Leider konnte es bis jetzt nie wieder gefunden und eingefangen werden.

Kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Die Bewohner des Camps lassen sich wegen solchen Dingen nicht aus der Ruhe bringen und am Ende siegt die Neugier und Hoffnung über die zahlreichen Nächte, die sie dort schlaflos verbringen. Nicht selten muss nach einer langen Nacht mit Aufputschmitteln die Müdigkeit in den Griff bekommen werden, doch eines ist sicher: Gesund ist das langfristig nicht. Hoffen wir, dass es dann nicht ein Leichenwagen ist, der jemanden abholt, statt eine fliegende Untertasse.

Waren Sie schon Zeuge einer paranormalen Aktivität, sonderbaren Erscheinungen oder am Ende schon ein Entführungs-Opfer von Ausserirdischen? Kontaktieren Sie uns und sprechen mit uns darüber. Diskret und vertrauensvoll.